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Talkradio

Das Radioformat „Talkradio“ zeichnet sich dadurch aus, dass es weitgehend auf Musiksendungen verzichtet und stattdessen auf das gesprochene Wort setzt. Neben vorgefertigten Reportagen oder Berichterstattungen liegt der Schwerpunkt bei der Live-Moderation aus dem Studio. Dazu werden entweder Gäste eingeladen oder Hörer werden über das Telefon mit einbezogen („Call-In“).

Bunte Themenpalette

Das Format „Talkradio“ ist besonders informativ und kommunikativ. Es will die Hörer im Prinzip auch – wie es für das Radio allgemein typisch ist – unterhalten und informieren. Aber ohne die übliche Dominanz der musikalischen Unterhaltung. Stattdessen gibt es „Talk“ – also Gespräch. Die Themenvielfalt ist groß:

Es gibt spezielle Talks über Neuigkeiten in Politik und Gesellschaft, über Sport oder günstige Geldanlagen. Genauso gut kann es einmal humorvoll und witzig zugehen. Vielleicht ist ein Entertainer wie Paul Panzer zu Gast? Beliebt sind immer allgemeine soziale Themen. Domian macht es seit 15 Jahren beim WDR mit seiner Talksendung vor. Beziehungsprobleme, Mobbing, soziale Abseitsstellung – alles kann zum Thema werden.

Stärken des Talkradios

Vor allem die Live-Atmosphäre macht das Talkradio spannend. Mal sprechen nur Studiogäste über ein Thema, mal können sich Hörer mit in die Sendung einklinken.

Talkradio ist immer ein wenig anonymer als Fernsehen. Das ist auch ein Vorteil des Formats. Viele Menschen trauen sich im Radio über ihre Probleme zu sprechen, was sie im TV nie tun würden. So taugt das Talkradio manchmal sogar zur Konfliktbewältigung. Oder Lebensberatung. Auch als „neue Form der Telefonseelsorge“ wurde Talkradio schon einmal bezeichnet.

Vor allem aber kann das Format „Talkradio“ dem Hörer eher einen echten Mehrwert bieten als jede Musiksendung. Musik ist meistens „Konserve“. Talkradio aber bietet den Hörern nicht nur ständig neue Informationen, sondern auch Denkanstöße und Stoff für Diskussionen. Das macht es so außergewöhnlich.

Talkradio kommt – natürlich – aus USA

Die Amerikaner haben schon früh damit begonnen, spezielle Radioformate zu entwickeln. Bereits in den 50er Jahren gab es die ersten Talksendungen. Der Sender KMOW startete 1960 erstmalig mit einem Programm, das überwiegend aus Wortbeiträgen bestand. Ein Jahr später folgte in Kalifornien mit „KABC“ bereits ein reines Talkradio.

Inzwischen ist das „Radiotalken“ in Amerika sehr beliebt. Es hat seine Rolle neben den Musiksendern eingenommen und behauptet seine gute Stellung.

In Deutschland ist das Format noch nicht ganz so akzeptiert. Vielleicht erwarten viele Hörer vom Radio immer noch eher musikalische Berieselung. Dass Radio aber mehr kann – zeigen Talkradio-Formate in aller Welt. Bald sicher auch vermehrt in Deutschland ...

Radio-Links:

www.radionutzung.de
www.hoerfunkpr.de

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